Martin Logan

Elektrostatische Vorteile
Elektrostatische Vorteile

Die Faszination der Folie

 

Wie kann etwas Musik reproduzieren durch das man hindurchschauen kann? Elektrostatische Anziehungskraft macht es möglich. Traditionelle Lautsprecher arbeiten mit Konuslautsprechern, Kalottenlautsprechern oder Bändchenlautsprechern die allesamt durch Magneten angetrieben werden. Elektrostatische Lautsprecher dagegen werden durch elektrostatische Anziehung und Abstoßung bewegt. Ein elektrostatischer Wandler setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Dem Stator, der Membran und den Abstandhaltern. Die Membran oder besser gesagt Folie schwingt und bewegt die Luft um Musik zu erzeugen. Die Statoren vor und hinter der Membran stehen fest und erzeugen die Kraftfelder um die Folie zu bewegen. Die Abstandhalter fixieren die Folie zwischen den Statoren und verhindern eine Berührung beider. Sendet Ihr Verstärker ein Musiksignal an den Elektrostaten, wird dieses mittels Übertrager in zwei Hochvolt-Signale gewandelt die in ihrer Stärke gleich sind und nur gegenseitige Polarität besitzen. Diese Hochvolt-Signale werden an die beiden Statoren angelegt. Die beiden Polaritäten wirken simultan, mit und gegen die an der Folie konstant anliegende Ladung und bewegen dadurch die Membran vor und zurück. Diese Technik nennt sich push-pull (Ziehen-Drücken) und ist der vorrangige Grund für die besten Eigenschaften des elektrostatischen Prinzip: extreme Klarheit und niedrigste Verzerrungen. Da die Membran des Elektrostaten ihre Kraft auf der ganzen Fläche erfährt, kann die Membranfolie sehr leicht und flexibel sein. Folglich kann sie dem Einschwingvorgang für ein originales Musiksignal perfekt folgen.

 

stator

 

Betrachtet man herkömmliche Lautsprechersysteme mit elektromagnetischen Treibern wird dieser Vorteil noch offensichtlicher. Konusse und Kalotten werden vorwiegend in elektromagnetischen Wandlern verwendet und können auf Grund ihrer Konstruktion nicht einheitlich über die ganze Fläche angetrieben werden. Konusse erfahren an ihrem Öffnungswinkel, Kalotten an ihrem Umfang die Kraftübertragung. Die restliche Fläche beider Prinzipien sind "unkontrolliert" und sich selbst überlassen. Idealerweise müßten die Membranen der Konen oder Kalotten absolut steif, bedämpft und masselos sein. Diese Bedingungen gelten in der Praxis keineswegs. Um die Membranen zu bewegen müssen alle elektromagnetischen Wandler zur Funktion Schwingspulen, Zentrierungen, Sicken und Korpusse benutzen. Diese Bauteile in Kombination mit der relativ hohen Masse der Membranen ergeben eine extrem komplexe Einheit, mit einigen Schwächen und einem hohen Potential für Fehler, vor allem wenn man bedenkt wie schnell Bewegungen von einem Lautsprecher umgesetzt werden müssen. (bis zu 20.000 mal in der Sekunde).

 

konus

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